Was hat der Islam in der arabischen Welt zum Beispiel mit der Geschichte von Indonesien, Iran, Pakistan und Malaysia gemeinsam? Wie sehen die konvergierten Völker ihre Vergangenheit? Und wie ihre Zukunft?
Schon einmal hat V.S. Naipaul die vier Länder
Indonesien, Iran, Pakistan und
Malaysia besucht und seine Erfahrungen in dem Reisebericht «Eine islamische Reise» festgehalten. Sechzehn Jahre später bereist er sie noch einmal, um mit geschäftem Blick dort anzuknüfen, wo er damals aufgehört hat. Mit «Jenseits des Glaubens» beschreibt Naipaul all die Facetten des islamischen Glaubens, sein revolutionäres und fundamentalistisches Potential, das die Gesellschaften von Bekehrten zwangsläufig bergen. Kritisch und menschlich zugleich präsentiert sich Naipaul hier weniger als Reiseliterat denn als «Menschenentdecker» und Geschichtenerzähler - und als ein unbequemer Beobachter, der Faszination und Widersprüche einer in den Brennpunkt internationaler Politik und Medienbeobachtung geratenen Region aufdeckt.
Vidiadhar Surajprasad Naipaul wurde am 17. August 1932 in Trinidad geborgen und lebt seit 1950 in Großbritannien. An der renommierten Oxford University studierte er englische Literatur. Seine Reisen führten ihn in die indische Heimat seiner Eltern, nach Afrika, Südamerika, auf die Antillen und in den Orient. Der Romacier, Reiseschriftsteller und Journalist gilt weltweit als bedeutenster Vertreter der englischsprachigen Literatur. Seine Romane sowie das Sachbuch «
Eine islamische Reise» waren Welterfolge. V.S. Naipaul hat eine Vielzahl von Literatur-Preisen erhalten, u.a. den Bookerpreis 1971 und T.S. Eliot Award for Creative Writing 1986. Er ist Ehrendoktor des St. Andrew's College und der Columbia University sowie der Universitäten in Cambridge, London und Oxford. Im Jahre 1990 wurde er von Königin Elizabeth geadelt. 2001 erhielt er den Nobelpreis für Literatur.
V. S. Naipaul: Jenseits des Glaubens. Eine Reise in den anderen Islam.
Aus dem Englischen von Monika Noll und Ulrich Enderwitz
8°. 607 S. Geb. Claasen Verlag, München 2002.
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